2025 Fonds B LDC
Am Rad der Zeit – ein Ort mit Zukunft

Vom Bauernhaus zur Villa – ein Stall und gleich daneben ein Balkon mit Lyra – historische Bausubstanz kombiniert mit moderner Ausstattung: Das Däster-Schild Haus wird bereits in seinen Anfängen rege weiterentwickelt und ist von Anbeginn dem Arbeiten, Wohnen und Leben gewidmet – konzentriert und unaufgeregt, auf verhältnismässig kleinem Raum. In diesem Sinn und Geist soll es auch heute gelebt und belebt sein.

Die jüngsten Umbau- und Sanierungsarbeiten an den beiden Gebäuden an der Rainstrasse 3 und 7 erfolgen in den Jahren 2025 und 2026 nach denkmalpflegerischen Grundsätzen. Die bestehende Bausubstanz bleibt weitgehend erhalten. Anpassungen werden nur dort vorgenommen, wo sie für die neue Nutzung unerlässlich sind. An der Rainstrasse 3 stehen neu eine Maisonette-Wohnung, mehrere Büros und Gemeinschaftsräume sowie Räume zur halböffentlichen Nutzung zur Verfügung. Das Garagenhaus an der Rainstrasse 7 ist zu einem Wohnatelier umgebaut. Beide Gebäude haben Zugang zur nordseitig angelegten Gartenanlage, die als Zeugnis am Übergang vom Architektur- zum Wohngartenstil der 1930er-Jahre erhalten beziehungsweise wiederhergestellt ist.

Die Däster-Schild Stiftung nimmt dieses grosszügige Anwesen nicht primär für sich selbst in Anspruch, sondern stellt es Dritten zur Nutzung zur Verfügung – mietweise, temporär oder dauerhaft, ganz so, wie es die Anforderungen der Zeit und die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft bedingen.

Zusammenfassung der wichtigsten Massnahmen

  • Energetische Ertüchtigung der bestehenden Dächer und Eindecken mit neuen Biberschwanzziegeln
  • Ertüchtigung auf die aktuellen Brandschutzvorschriften; insbesondere Verstärkung der Geschossdecken
  • Ertüchtigung und Auffrischung der Fenster in den historisch wertvollen Gebäudeteilen; neue Holzfenster in den übrigen Teilen
  • Erneuerung der haustechnischen Installationen (Heizung-, Sanitär- und Elektroinstallationen) und der Kanalisation; Wärmeerzeugung neu mittels Wasserwärmepumpe und Erdsondenbohrungen
  • Sanfte Renovation und Auffrischung der historisch wertvollen Räume im Erd- und Obergeschoss
  • Grössere Grundrissanpassungen im Dachgeschoss (ehemalige Bedienstetenzimmer und Estrich)
  • Einbau einer Maisonette-Wohnung im Ostteil mit interner Erschliessung des Ober- und Dachgeschosses durch eine Treppe
  • Entfernung der Trennwand im südwestlichen Raum im Erdgeschoss und Freilegung des Cheminées, Erneuerung des Funkenschutzes
  • Ausstattung der Zimmer im Erdgeschoss sowie der Bäder mit neuen Tapeten, in Anlehnung an die vorgefundenen Tapeten, die nicht erhalten werden konnten
  • Erhalt, Restaurierung und Ergänzung der Fussböden (Parkett- und Steinböden)
  • Restaurierung des Balkons mit Lyra von 1870
  • Umbau der ehemaligen Garage zum zweigeschossigen Wohnatelier; energetische Ertüchtigung der gesamten Gebäudehülle
  • Wiederherstellung der Gartenanlage in Anlehnung an die Konzeption um 1930