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Rosmarie und Armin Däster-Schild – das Stifterpaar
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Kapitel 2

Im Jahr 1999 gründen Armin und Rosmarie Däster-Schild die in Grenchen beheimatete Däster-Schild Stiftung. Die Stiftung fördert einerseits kulturelle, ökologische und soziale Vorhaben mit einem engen Bezug zum Kanton Solothurn. Andererseits unterstützt sie in der Schweiz registrierte Organisationen und Initiativen, die sich international im Kampf gegen Armut, Analphabetismus, Hunger und Krankheit engagieren.

Rosmarie Däster-Schild (1930–2018) entstammt der traditionsreichen Grenchner Unternehmerfamilie Schild. Ihre Grosseltern sind Pauline und Adolf Schild- Hugi. Aufgewachsen ist Rosmarie als einziges Kind von Robert und Klara Schild-Howald im grossen Familienhaus an der Rainstrasse, dem heutigen Däster-Schild Haus. Ihre Grossmutter Pauline Schild-Hugi hat sie noch gut zehn Monate erlebt, ihr Grossvater Adolf Schild- Hugi verstirbt fünfzehn Jahre vor ihrer Geburt. Zahlreiche Fotoalben im Nachlass erzählen von den verschiedenen Lebensstufen.

Ihre Schulzeit verbringt Rosmarie in Grenchen und Neuenburg, wo sie die Matura erwirbt. Nach einem Volkswirtschaftsstudium in Bern und einem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten kehrt sie nach Grenchen zurück. Neben der Däster-Schild Stiftung widmet sie sich lange Zeit auch als Vize-Präsidentin der «Dr. Robert Schild-Howald Stiftung». Diese gemeinnützige Stiftung wird 1943 von ihrem Vater gegründet und ermöglicht weniger privilegierten Schüler:innen einen Aufenthalt im Ferienheim Prägelz.

Armin Däster (1928–2018) wird als Sohn von Clara und Friedrich Däster in Oftringen geboren. Er besucht dort die Schulen sowie später das Gymnasium in Schiers. Nach dem Volkswirtschaftsstudium arbeitet er für IBM – zunächst in den Vereinigten Staaten, später in der Schweiz. 1960 hei ratet er Rosmarie Schild, zieht in das Elternhaus seiner Frau nach Grenchen und wechselt beruflich von der IT- in die Uhrenbranche. Später macht er sich selbständig und ist als Unternehmensberater mit verschiedenen Mandaten und Beteiligungen tätig.

Armin ist vielseitig engagiert und stets viel unterwegs. Er interessiert sich nicht nur für das politische und wirtschaftliche Tagesgeschehen, sondern auch für kulturelle Belange namentlich für Musik. Als geselliger Mensch liebt er die Gesellschaft Gleichgesinnter vor allem im Kreise der Zofinger und Rotarier. Die Erbschaft seiner Frau Rosmarie sowie seine ausgeprägte Begabung für Zahlen und Finanzen ermöglichen den Auf- und Ausbau des bedeutenden Vermögens, welches heute die wirtschaftliche Basis der Däster-Schild Stiftung darstellt. 

Das Ehepaar hat keine direkten Nachkommen. Beide engagieren sich zeitlebens für gemeinnützige Anliegen, sowohl durch persönliches Mitwirken, vor allem aber auch durch grosszügige finanzielle Zuwendungen. Rosmarie Däster-Schild verstirbt am 2. Dezember 2018, Armin nur zwei Tage später. Durch die Erbschaften vergrössert sich das Vermögen der Däster-Schild Stiftung erheblich. Auch andere gemeinnützige Organisationen werden bedacht. Neben Wertschriftenanlagen besitzt die Stiftung heute mehrere Liegenschaften. Sie ist auf eine Dauer von hundert Jahren ausgelegt (bis 2098) und hat den Auftrag, ihre Mittel bis dahin vollständig einzusetzen.

Impressionen