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Pauline und Adolf Schild-Hugi – das Gründerpaar
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Kapitel 3

Pauline Hugi und Adolf Schild wachsen Mitte des 19. Jahrhunderts im damals noch dörflich geprägten Grenchen auf. Beide stammen aus Familien, die die Entwicklung der Gemeinde entscheidend mitprägen. Adolfs Vater Anton Schild-Schnyder gilt als Mitbegründer der Grenchner Uhrenindustrie: 1851 ruft er die erste Lehrwerk-statt für Uhrmacher:innen ins Leben. Die Familie Hugi lebt seit Generationen als Müller- und Bäckerfamilie im Ort und verfügt über Grundbesitz.

Als Pauline 1872 im Alter von 22 Jahren von ihrem Aufenthalt im Welschland nach Grenchen zurückkommt, ist der Uhrmacher Adolf in der Fabrik seines um fünfzehn Jahre älteren Bruders Urs Schild tätig. Nach der Heirat im Jahr 1873 bezieht das Paar das heutige Däster-Schild Haus an der Rainstrasse 3. Pauline übernimmt bald darauf das Geschäft für Waren des täglichen Bedarfs, das zuvor zum viel-seitigen Betrieb der Familie ihres Ehemanns gehörte.

Im Alter von 52 Jahren gründet Adolf Schild- Hugi 1896 auf Hugischem Boden bei der «Unteren Mühle» seine eigene Fabrik zur Herstellung von Uhrrohwerken («ébauches»). Mit Erfindungsreichtum, Pioniergeist und unternehmerischem Geschick führt er seine Uhrenfabrik zum Erfolg und legt die Basis für das weltweit agierende und bekannte Unternehmen, welches nach seinem Ableben den Namen ASSA (A. Schild SA) trägt. Auf dem Weg in die Selbstständigkeit ist Pauline ihrem Mann moralisch und finanziell eine wichtige Stütze.

Die beiden haben zehn Kinder, wovon drei bei Adolfs Ableben im Jahr 1915 bereits verstorben sind. Pauline Schild-Hugi stirbt 1931, sechzehn Jahre nach ihrem Mann.