Anna Maria Pauline Schild-Hugi (1850–1931) wird in der «Unteren Mühle» in Grenchen als Tochter von Franz Josef Hugi und Anna Maria Greder geboren. Ihre Kindheit im dörflichen Grenchen beschreibt sie mit den Worten: «Meine Jugendzeit war eine schöne, glückliche, sorgenlose, im Elternhause, aber die denkbar einfachste.» Unter dem Titel «Mein Lebenslauf» hinterlässt sie Aufzeichnungen zu ihrem Leben. Darin beschreibt sie den damaligen Alltag, das arbeitsame Leben, ihre Schulzeit oder etwa auch die Zeiten des Kulturkampfs.
Nach der regulären Schulzeit besucht Pauline Schild-Hugi die Höhere Töchterschule in Morges. Bereits nach einem Jahr zwingt die Krankheit ihrer Mutter sie jedoch zur Rückkehr ins Elternhaus, um im Familienbetrieb, in der Bäckerei, in der Mühle und in der Küche mitzuarbeiten. 1873 heiratet sie Adolf Schild. Fortan führt Pauline Schild-Hugi den stetig wachsenden Haushalt mit mehreren Angestellten. Aus der Ehe gehen zehn Kinder hervor, wovon zwei Söhne unmittelbar nach der Geburt sterben. Mit grosser Hingabe kümmert sie sich um ihre zwei Töchter und sechs Söhne sowie um den eigenen Viehbestand und das Haus mit seinem weitläufigen Garten. Ihre erstgeborene Tochter Hedwig bringt sie im Alter von 24 Jahren zur Welt, den jüngsten Sohn Robert (Vater von Rosmarie Däster-Schild) mit 40 Jahren.